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Nur Tage vor dem G8-Gipfeltreffen in den Abruzzen bei L’Aquila macht sich dort Unmut breit. Erdstöße am vergangenen Freitag hatten die Stärke 4,1, das Erdbeben am 6. April die Stärke 6,3. Fast 300 Menschen starben damals, mehr als 60.000 wurden obdachlos. Der Gipfel, der am Mittwoch beginnt, findet nur wenige Kilometer davon entfernt statt. “Der Ministerpräsident”, so Silvio Berlusconi über sich selbst, “wird eine Reihe von bilateralen Gesprächen mit den Kollegen aus anderen Ländern haben. Er wird einige wichtige Präsidenten zu den erdbebengeschädigten Orten begleiten.”
Doch nicht alle Menschen aus der Region finden die Idee gut, dass ihr Regierungschef sie nun zusammen mit US-Präsident Barack Obama oder mit dem russischen Staatschef Dmitri Medwedew besuchen wird. “Berlusconi lenkt die Aufmerksamkeit vom Wiederaufbau zum Gipfeltreffen der G8-Staaten”, meint eine Frau. Die meisten Opfer leben auch drei Monate nach der Katastrophe in Zelten. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands aber findet italienischen Medienangaben zufolge in einem erdbebensicherern Polizeigebäude statt. Für den Fall der Fälle stehen Hubschrauber für die Politiker bereit.
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