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Er ist der Wahlsieger: Bojko Borissow, der Bürgermeister von Sofia, hat die absolute Mehrheit im Parlament Bulgariens nur um einige Sitze verfehlt. Seine bürgerliche-konservative Partei, die bisher in der Legislative nicht vertreten war, schickte die bisher regierenden Sozialisten in die Opposition. Borissow, ein ehemaliger Leibwächter, wird voraussichtlich neuer Regierungschef.
Zu seinen Wahlversprechen zählt der Kampf gegen Korruption und Kriminalität. Viele Bulgaren aber bleiben skeptisch: “Einen großen Unterschied sehe ich nicht”, heißt es beispielsweise.
Oder: “Ich bin nicht überrascht, doch nichts wird sich ändern, alles bliebt, wie es ist.
Politik in Bulgarien eben.” Borissow wird viel tun müssen, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Die rund 40 Prozent, die seine Partei erhielt, sind nur ein Vorschuss. Die früheren Kommunisten hingegen wurden für die Korruption abgestraft und bekamen nur knapp 18 Prozent. Sie hat solche Ausmaße erreicht, dass Brüssel im vergangenen Jahr seine Finanzhilfen aussetzte. Bulgarien hat diese bitter nötig: Es ist das ärmste Land der Europäischen Union.
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