
Bittere Pille für die Pharmabranche: Brüssel verschärft kartellrechtliche Maßnahmen
08/07/09 20:01 CET
Pharmazeutische Industrie
europa
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Billige Nachahmer-Medikamente, so genannte Generika, kommen nicht schnell genug auf den europäischen Markt – und das kostet die Patienten unnötig viel Geld, so die Schlussfolgerung der Europäischen Kommission nach einer ersten Untersuchung des Pharmasektors. Sie stellte fest, dass die Verbraucher nach Ablauf der Patentrechte im Schnitt über sieben Monate auf Generika warten mussten.
An den Verzögerungen sind nach Auffassung der Brüsseler Wettbewerbshüter großteils die Pharmakonzerne schuld: Die Hersteller von Originalmedikamenten sprächen sich oft mit Produzenten der Generika ab, mehr als zweihundert Fälle nennt die Kommission. Sie will deshalb ihre kartellrechtliche Untersuchung ausweiten. Zudem hat sie gegen mehrere Unternehmen Anti-Trust-Verfahren eingeleitet.
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