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In den Straßen der chinesischen Provinzhauptstadt Ürümqi herrscht gespannte Ruhe – seit die Polizei in der Nacht begonnen hat, eine Ausgangssperre strikt durchzusetzen. Dass die Aufregung dennoch groß ist, beweist die plötzliche Rückreise von Präsident Hu Jintao aus Italien – wo er eigentlich am G8-Gipfel hätte teilnehmen sollen
Bei blutigen Zusammenstößen am Wochenende waren in der westchinesischen Provinz Xinjiang, in der viele Bewohner dem muslimischen Volk der Uiguren angehören, mindestens 150 Menschen getötet worden.
Gestern versuchten daraufhin Tausende mit Schlagstöcken bewaffnte Han-Chinesen in die von Uiguren bewohnten Stadtteile vorzudringen, um sich für die Auseinandersetzungen zu rächen. In den meisten Gegenden wurden sie von einem massiven Polizeiaufgebot zurückgedrängt. Dennoch kam es später zu erneuten Zusammenstößen zwischen beiden Gruppen.
Viele Angehörige ethnischer Minderheiten in China – seien es Tibeter, Uiguren oder andere, fühlen sich von den Han-Chinesen, die mehr als 90 Prozent der Bevölkerung ausmachen, diskriminiert. Sie beschuldigen die Zentralregierung in Peking, sie politisch und kulturell zu unterdrücken.
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tags: China, Zusammenstöße
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