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Ab 2010 will die EU bei Bürgern aus Serbien, Mazedonien und Montenegro auf Einreise-Visa verzichten. Das schlägt die EU-Kommission vor. Bei Albanien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo werden die Reisebestimmungen allerdings nicht gelockert.
EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn:
“Die Bürger dieser Länder werden Familie und Freunde in der EU besuchen können. Oder auch ohne langwierige Visaprozeduren Urlaub machen. Kurz gesagt: das bedeutet eine weitere Annäherung des westlichen Balkans an Europa.”
Eine Protestnote aus den Reihen des Europaparlaments kritisiert die Politik der unterschiedlichen Geschwindigkeiten der EU-Kommission – das schaffe zwei Klassen von Bürgern in Südosteuropa. Mit teils absurden Effekten, etwa
in Bosnien-Herzegowina. So dürfen Serben und Kroaten, die in Bosnien leben, künftig ohne Visum einreisen. Gleichzeitig stehen Bosniaken weiter für Visa Schlange – und zwar mindestens bis Anfang 2011.
Das Tempo der Reiseerleichterungen, so Rehn, hänge allein von Fortschritten bei Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung in den einzelnen Ländern ab.
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tags: Balkan, Europäische Union, Grenzkontrollen
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