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Der frühere iranische Präsident Akbar Hashemi Rafsandschani hat zu einer offenen Debatte über die umstrittene Wahl aufgerufen. Beim Freitagsgebet in der Teheraner Universität sagte er, zahlreiche Iraner hätten Zweifel am Wahlergebnis. Es müsse etwas getan werden, das Land befinde sich seit dem Urnengang Mitte Juni in der Krise. Er rief außerdem zur Freilassung von Oppositionellen auf, die bei den wochenlangen Protesten festgenommen worden waren.
Rafsandschani unterstützt den Reformpolitiker Mussawi, der auch an dem Gebet teilnahm, und gilt als Erzgegner des Präsidenten Achmadinedschad.
Hunderttausende Oppositionelle versammelten sich auf den Straßen, um die Predigt des einflussreichen Politikers zu hören. Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Schlagstöcke ein. Augenzeugen berichteten von mindestens 15 Festnahmen.
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