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Von Solarien geht nach Experteneinschätzung eine
eben so große Krebsgefahr wie etwa von Zigaretten aus.
Wer sich noch vor seinem 30. Lebensjahr regelmäßig der UV-Strahlung aussetzt,
erhöht sein Hautkrebsrisiko um 75 Prozent, warnte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC),
die auch die Weltgesundheitsorganisation berät.
Die französische Krebsforscherin Beatrice Secretan erklärt, die UV-Strahlung verletze die Haut und aus diesen Verletzungen entwickele sich dann der Krebs.
Weil junge Menschen am meisten gefährdet sind, fordern in Deutschland Fachärzte seit längerem ein Solarium-Verbot für Jugendliche. Das hat der deutsche Bundestag inzwischen beschlossen.
So leicht sind die Bräunungsfanatiker aber nicht zu überzeugen.
Diese Französin auf der Straße meint, das sei wie mit den Süßigkeiten. Man wisse, dass zu viel Zucker dick mache – und esse die Sachen trotzdem.
Die natürliche Sonne sei doch noch viel gefährlicher, argumentieren die Freunde der Bräunungsstudios.
Und der Vorsitzende der französischen Vereinigung der Betreiben von Solarien meint, der Sonnengefahr, der man sich am Strand ungeschützt aussetze, sei wesentlich höher als in einer Bestrahlungskabine, denn in der Natur riskieren man Sonnenbrand mit all seinen Folgen für die Zukunft.
Bleibt also die Frage, was staatliche Autoritäten zum Schutz der Bürger tuen können oder auch müssen.
Georges Reuter vom französischen Dermatologenverband ist gegen ein grundsätzliches Verbot. Er befürwortet aber eine gründliche und genaue Information der Bevölkerung und eine gute Ausbildung des Personals von Solarien, woran es heute oft noch mangele.
Sein Verband vertritt die Meinung, man solle aber keinesfalls mehr als zehnmal pro Jahr ins Solarium gehen.
Selbstbräunungscreme oder -dusche seien hingegen unbedenklich.
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tags: Gesundheit, Krebs, Medizin
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