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In einem der letzten deutschen Kriegsverbrecherprozesse wird das Münchner Schwurgericht nach fast elfmonatiger Dauer heute das Urteil sprechen.
Der 90jährige Josef Scheungraber wird des Mordes in 14 Fällen beschuldigt. Der ehemalige Kompaniechef des Gebirgspionierbataillons 818 im Range eines Leutnants soll im Juni 1944 in der Toskana den Befehl zu einem Vergeltungsschlag für den Tod zweier Soldaten in einem Partisanenhinterhalt erteilt haben. Dabei waren vier Angehörige der Zivilbevölkerung erschossen und zehn in einem Haus in die Luft gesprengt worden.
Scheungraber hatte im Vorfeld der Verhandlung jede Beteiligung an dem Massaker bestritten, er habe davon nicht einmal gewusst.
In Italien war Scheungraber bereits 2006 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
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