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Stimmen auszählen – das hat es lange nicht mehr gegeben bei der Fatah. Zwanzig Jahre lang hat die Palästinenserpartei keinen Kongress mehr abgehalten: Nach gut einer Woche Parteitag in Bethlehem geht es nun darum, wer künftig im Revolutionsrat sitzt. Dieser Rat mit seinen 128 Mitgliedern ist sozusagen das Parlament der Fatah, der Partei von Palästinenserpräsident Machmud Abbas.
Für Aufsehen sorgt vorerst aber vor allem die Wahl zum Zentralkomitee, dem innersten Parteigremium. Die Delegierten wählten in das 23-köpfige Komitee auch Marwan Barguti, der wegen Mordes in Israel in lebenslanger Haft sitzt. Barguti bekam dabei das drittbeste Ergebnis.
Seine Kameraden wollen nun, dass er freigelassen wird; auch in Israel hat er Fürsprecher. Viele dort sind aber auch gegen diesen Gedanken. Barguti sei ein Mörder, sagt zum Beispiel Danny Aylon, der Vizeaußenminister. An Bargutis Händen klebe das Blut israelischer Männer und Frauen. Und er habe klargemacht, dass er weiter zum Terrorismus stehe.
Die Wahl zum Zentralkomitee der Fatah hat eine deutliche Verjüngung ergeben. Mehrere der alten Mitglieder waren schon gestorben, wie Fatah-Gründer Jassir Arafat. Die jetzige Auszählung der Stimmen für den Revolutionsrat kann zwei Tage und
länger dauern.
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