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In der Raketenabwehr will die NATO künftig mit Russland zusammenarbeiten. Derzeit wird in der Brüsseler Zentrale an einem neuen Strategie-Papier gearbeitet.
Auf das nordatlantische Bündnis kommt jede Menge Arbeit zu: Die gesamten bisherigen Planungen für die Raketenabwehr müssen geändert und besorgte NATO-Mitglieder beruhigt werden.
Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte, die Kooperation der Allianz mit Russland sei eine Notwendigkeit. Sowohl die NATO als auch Russland verfügten über einen großen Erfahrungsschatz was die Raketenabwehr betreffe.
“Wir sollten jetzt daran arbeiten, diese Erfahrungen zu kombinieren und zu unserem gegenseitigen Nutzen einzusetzen”, so Rasmussen.
Mit seinem Verzicht auf die Stationierung eines Raketenabwehrschildes in Osteuropa ebnete Barack Obama den Weg für diese Annäherung.
Ursprünglich geplant war eine Stationierung von amerikanischen Abwehrraketen in Polen und Tschechien. Moskau hatte auf die Pläne mit der Androhung einer eigenen militärischen Basis im nahe gelegenen Kaliningrad reagiert.
Moskau zeigte sich den Annäherungsversuchen des Westens gegenüber aufgeschlossen. Auf dem Welt-Investment-Forum erklärte Ministerpräsident Putin, er erwarte, dass auf diese richtige und mutige Entscheidung weitere folgen würden.
“Damit meine ich auch, dass alle Bestimmungen aufgehoben werden, die den Transfer von Hochtechnologien nach Russland verhindern”, so Putin.
Er forderte außerdem die USA dazu auf, sich für eine Mitgliedschaft von Russland, Kasachstan und Weißrussland in der Welthandelsorganisation WTO einzusetzten.
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