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Sprengstoff im Wahlkampf – im wörtlichen Sinne: Kurz vor der Wahl in Griechenland ging ein Sprengsatz vor der Wohnung eines Oppositionspolitikers hoch. Verletzt wurde aber niemand, auch der Schaden war minimal.
Mehr Sprengkraft sollte Griechenlands allererstes Fernsehduell bringen: Vor allem ging es um die Wirtschaft. Eine breitere Verteilung des Reichtums will der sozialistische Oppositionsführer Georgios
Papandreou – eine neue Philosophie, die die Staatsfinanzen aufräumt und die Gelder neu verteilt.
Der konservative Regierungschef Kostas Karamanlis verweist dagegen darauf, dass Griechenland dank seiner Politik weniger unter der Krise leide als andere. Außerdem habe man reichlich Hilfsprogramme für Arbeitslose unterstützt.
Bei den Leuten hier in Athen stößt das Duell der Kandidaten auf mäßige Begeisterung: “Bei ein paar Sachen habe ich zugehört”, meint ein Zuschauer in einer Kneipe; “klang schon gut, aber letztlich zählen
die Taten. Das ist wie ein Tennisspiel, die werfen sich immer wieder gegenseitig die Schuld zu. Jedes Jahr das Gleiche: reden, reden, reden, und für die Leute geschieht nie was.”
Die Regierung hat die vorgezogene Parlamentswahl
für den 4. Oktober angesetzt. Man brauche angesichts der Wirtschaftskrise ein frisches Mandat,
hieß es. Möglich ist aber auch ein Machtwechsel.
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tags: Attentat, Griechenland, Wahlen
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