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Im Kampf um die Macht in Honduras hat der gestürzte Staatschef Manuel Zelaya das Gesprächesangebot des Interimspräsidenten als Täuschungsversuch bezeichnet. Zelayas Anhänger hatten dessen heimliche Rückkehr ins Land begeistert gefeiert. Seit Montag hält er sich in der brasilianischen Botschaft auf.
Das Gesprächsangebot des Internimspräsidenten wurde von dessen Außenminister Carlos Lopez Contreras verlesen: Er sei bereit, über eine Lösung der politischen Krise im Rahmen der Verfassung des Landes zu diskutieren, ließ Micheletti durch seinen Sprecher wissen, und er sei bereit, darüber mit Zelaya zu sprechen, wenn dieser die von der Verfassung vorgeschriebenen Präsidentenwahl am 29. November anerkenne.
Die Lage in der brasilianischen Botschaft hatte sich gestern verschlechtert; Zelayas Ehefrau erklärte im Rundfunk, es fehlten Wasser und Lebensmittel. Rund 170 Zelaya-Anhänger verließen inzwischen die Botschaft, die von starken Sicherheitskräften abgeriegelt wurde. Die Ausgangssperre ist weiter in Kraft, doch viele Menschen hielten sich schon gestern nicht daran. Es kam zu Festnahmen und auch zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften.
Brasilien beantragte eine Honduras-Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. Zelaya war Ende Juni gestürzt worden. Seine Gegner wollten verhindern, dass er sich mit einer Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit ermöglicht.
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tags: Honduras, Manuel Zelaya, Politik
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