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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September noch einmal um 125 000 gesunken – auf gut 3,3 Millionen. Das ist die Hälfte mehr als die Experten gehofft hatten. Die Arbeitslosenquote ging im gleichen Zeitraum um 0,3 Punkte auf acht Prozent zurück.

Allerdings gab es zwei Wermuttropfen: Zum einen
sah die Bundesagentur für Arbeit noch nicht mit einer Trendwende. Trotz der guten September-Zahlen rechnen die Nürnberger Experten mit einer Verschärfung der Lage. Denn in vielen Betrieben laufe die Kurzarbeit aus. Zum anderen wurde der Erhalt der Arbeitsplätze oft mit Lohneinbussen erkauft, etwa durch Kurzarbeit

Frank-Jürgen Weise, Vorstandvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, lobte indes die gewonnene Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, die die guten September-Zahlen möglich gemacht habe.
Gleichzeitig warnte er vor einer Aufweichung des Kündigungsschutzes. Gerade in einer Krise dürften Leistungen nicht gekürzt werden.

Zum Jahresende erwartet die Agentur 3,7 Millionen Erwerbslose. 2010 könnte die Vier-Millionen-Marke überschritten werden. Eine Konjunkturerholung werde den Arbeitsmarkt wie üblich erst verzögert erreichen.

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tags: Arbeitslosigkeit, Deutschland