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Nach ersten Trends haben die Iren diesmal mehrheitlich für den EU-Reformvertrag gestimmt. Sowohl aus Regierungskreisen als auch aus dem Lager der Gegner kamen im Lauf der Stimmauszählung entsprechende Statements. Erste Wählerbefragungen und Zwischenstände in einigen Wahlkreisen ergaben um die 60 Prozent Zustimmung. Das offizielle Endergebnis wurde für den späten Nachmittag erwartet.
Ministerpräsident Brian Cowen hatte nach dem Nein der Iren vor einem Jahr bei der EU zahlreiche Zugeständnisse für sein Land ausgehandelt, darunter Garantien für Steuerhoheit und militärische Neutralität. Die Wirtschaftskrise, in der viele Iren den Schutz der Europäischen Union suchen, dürfte beim diesjährigen Referendum ebenfalls den Befürwortern in die Hände gespielt haben.
Kommt der Vertrag in Irland durch, muss er dann noch in Polen und Tschechien ratifiziert werden. Sollte sich dies länger hinziehen und sollten in der Zwischenzeit in Großbritannien die Konservativen an die Macht kommen, dürfte auch dort noch eine Voksabstimmung abgehalten werden.
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tags: Irland, Lissabon-Vertrag, Volksabstimmung
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