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Jubel im Europaparlament in Straßburg. Die Medienmacht des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi wird nicht kritisiert. Ein entsprechender Antrag ist gescheitert. Konservative Abgeordnete und Euroskeptiker feiern. Liberale, Linke und Grüne hatten den Antrag unterstützt, am Ende kamen nicht genug Stimmen zusammen. Das Verhältnis von Berlusconi zur Presse ist angespannt. Die “La Repubblica” und die “L’Unità” hat er verklagt, wegen der kritischen Berichte über seine Affären.
Als Besitzer von Mediaset kontrolliert Berlusconi drei Fernsehkanäle. Kritiker meinen, die konservative Regierung versuche, auf das Staatsfernsehen Rai Einfluss zu nehmen. Mehrere hundert tausend Menschen hatten Anfang des Monats in Rom für die Pressefreiheit demonstriert. Auch viele Journalisten waren dabei. Berlusconi selbst hatte die Kundgebung als “absolute Farce” bezeichnet.
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