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Reiche Taliban: Opiumhandel blüht

Reiche Taliban: Opiumhandel blüht

22/10/09 13:50 CET

Drogen

welt

Dieser Artikel kommt aus unserem Archiv. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

Afghanisches Opium macht die Taliban so reich wie nie zuvor. Zu diesem Schluss kommt der in Wien vorgelegte Bericht der Agentur für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen. Bis zu umgerechnet 100 Millionen Euro pro Jahr nähmen die Taliban mit dem Verkauf des illegalen Opiums ein. Dieses Geld ermögliche eine immer höher sich entwickelnde Kriegsmaschinerie der Islamisten.

92 Prozent des illegalen Opiums in der Welt kommten aus Afghanistan. Den Schätzungen zufolge gehen fast 20 Prozent in die EU, 15 Prozent nach Russland und 15 Prozent in den Iran.

Ein Hauptbestandteil des Opiums ist Morphin, das in der Bekämpfung von Schmerzen legal eingesetzt wird. Ein illegales Morphinderivat ist das Heroin.

Rohopium wird aus dem Schlafmohn gewonnen.
Für die Pharmaindustrie bauen Länder wie Frankreich und Australien legal Schlafmohn an. Der Markt an legalem Opium ist gesättigt.

Die NATO-Truppen in Afghanistan sollen den Anbau von Schlafmohn verhindern, doch bisher trägt dieser Teil der NATO-Mission kaum Früchte.

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tags: Afghanistan, Drogen