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Der Wettlauf um den Posten des ständigen EU-Ratspräsidenten, den der Lissabon-Vertrag schafft, ist bereits im Gange: Neben Tony Blair hat sich Jean-Claude Juncker positioniert.
Anders als der Brite hat Luxemburgs Premierminister jetzt offen klares Interesse bekundet: Wenn das Profil passe, würde er nicht Nein sagen, erklärte der EU-Veteran und Vorsitzende der Euro-Finanzminister vor dem EU-Gipfel in dieser Woche. Dort soll über die Personalfrage beraten werden.
Insbesondere die Benelux-Staaten wenden gegen einen britischen Ratspräsidenten ein, dass Großbritannien nicht den Euro eingeführt hat. Außerdem haben viele Tony Blair nicht verziehen, dass er den Irak-Krieg unterstützte. Andererseits gilt Blair als international bekannt und einflussreich, während Juncker sich eher auf europäischem Parkett einen Namen machte.
Blair müsse allmählich allerdings auch sein Interesse offen bekunden, warnt der “Guardian”, sonst könne er aus dem Rennen fallen. Regierungschef Brown habe hohe EU-Berater und -Beamte um Unterstützung für Blair gebeten, so das Blatt weiter.
Auch Außenminister David Miliband rührte diese Woche für Blair die Werbetrommel: “Der Lissabon-Vertrag gibt uns die Möglichkeit, und auch die Verantwortung, eine wichtige Rolle in der Welt zu spielen. Und um das zu erreichen, brauchen wir eine starke Führung.”
Auch wenn Blair und Juncker derzeit am häufigsten im Gespräch sind: Erst einmal muss der Lissabon-Vertrag von Tschechien ratifiziert werden. Und am Ende könnte vielleicht noch ein anderer, lachender Dritter an den beiden vorbeiziehen…
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