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Geteilte Meinungen auch am Gedenktag der Opfer der Stalin-Zeit: Trotz seiner zahlreichen Verbrechen bleibt der Diktator eine der beliebtesten historischen Figuren in Russland.
Viele sehen in ihm den starken Führer, der das Vaterland vor Angriffen schützte und die Sowjetunion als Supermacht etablierte.
Während seiner Regierungszeit von 1925 bis zu seinem Tod 1953 hatte Stalin einen totalitären Staat errichtet.
Präsident Dmitri Medwedew äußerte sich in seinem Internet-Blog: “Der 30. Oktober ist der Tag, an dem wir der Millionen zerstörten Schicksale gedenken sollten, der Menschen die hingerichtet wurden ohne einen Prozess, der Menschen, die in Arbeitslager deportiert wurden, denen ihre Rechte entzogen wurden, nur weil sie den falschen Beruf gewählt hatten oder wegen ihres familiären Hintergrundes.”
Menschenrechtsorganisation hatten zuletzt eine Stalin-Renaissance beklagt. Die Verklärung er Vergangenheit sei politisch durchaus gewollt. Besonders bedenklich: Schulbücher enthalten pro-stalinistisches Material. Und die Botschaft scheint anzukommen:
“Für mich ist Stalin jetzt kein Held, aber soweit ich weiß, war er ein sehr guter Mensch”, meint ein Schüler in Moskau. Seine Klassenkameradin sagt:
“Meiner Meinung nach vergessen die Menschen mit der Zeit einfach, was passiert ist.”
Für die die Hinterbliebenen der zahlreichen Opfer von Stalins politischen Säuberungen ist das eine bittere Entwicklung.
“Die stalinistische Ära sollte auf gar keinen Fall idealisiert werden. Wir wollen so etwas nie wieder erleben. Es war eine Zeit der Unterdrückung, der Angst und Verfolgung”, so Tatyana Izotova, die Enkeltochter eines Opfers. Ihr Großvater wurde zu Zeiten des Sowjet-Regimes hingerichtet.
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tags: Dmitri Medwedew, Gedenktag, Russland
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