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Für Entrüstung hat in Italien das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gesorgt, nach dem ein christliches Kreuz im Klassenzimmer einer Staatsschule die Religionsfreiheit der Schüler verletzt. Das Gericht in Straßburg hatte einer Italienerin Recht gegeben, die bis in höchste Instanzen mit dem Versuch gescheitert war, ihre Kinder in Räumen ohne religiöse Symbole unterrichten zu lassen. Das Gericht sprach der Klägerin 5000 Euro Entschädigung zu. Sie hatte im Schuljahr 2001/02 von der Schule ihrer damals 11 und 13 Jahre alten Kinder verlangt, die Kreuze im Klassenraum zu entfernen. Die obersten Richter Italiens wiesen die Klage jedoch ab. Italiens Europaminister Andrea Ronchi sagte, das Urteil sei sehr negativ aufgenommen worden. Das Kruzifix abzulehnen heiße, die christlichen Wurzeln Europas und Italiens zurückzuweisen. Auch der Vatikan kritisierte das Urteil der Richter in Straßburg.
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