Drogenhändler in Europa werden immer
“professioneller” und reagieren immer schneller auf Verbote oder Kontrollen – so die Erkenntnis der
EU-Drogenbeobachtungsstelle. Dabei kommen neuste Marketingstrategien großer Unternehmen zum Einsatz. Beispiel: Der Cannabis-Ersatz “Spice”, seit einigen Tagen in Deutschland gesetzlich verboten.
Wolfgang Götz, Leiter der EU-Drogenbeobachtungsstelle:
“Das eigentliche Problem ist nicht die Kräutermischung. Das eigentliche Problem ist, dass wir bei einigen Testkäufen synthetische Cannabinoide gefunden haben. Sie haben ähnliche Wirkung wie Cannabis. Aber bei dieser Mischung, weiß niemand, was drin wie viel davon. Es gibt keine Erfahrungen, wissen wir nichts über Langzeit-Wirkungen. Da wird etwas verkauft, und zwar aggressiv, mit Substanzen drin, die gefährlich sein könnten.”
Ein enorm profitabler und schwer kontrollierbarer Markt in einer rechtlichen Grau- bis Schwarz-Zone. Europäische Händler lassen die Substanzen meist in asiatischen Billiglohnländern zusammenmixen.
So sind allein im vergangenen Jahr dreizehn neuartige Drogen auf dem Markt aufgetaucht. Und inzwischen gibt es europaweit 115 Drogen-Online-Shops die zwar überwacht werden, aber den Erwerb erleichtern.
Zu Kokain und Heroin griffen etwa 5,5 Millionen Menschen aus den 27 EU-Staaten, der Türkei, Kroatien und Norwegen.
Der gefährlichste Trend: Immer mehr junge Europäer nehmen gleich mehrere Drogen gleichzeitig.
Alkohol und Cannabis – und dazu eine Ecstasy-Pille, LSD, Kokain oder Heroin – mitunter ein Himmelfahrtskommando.
Für 8000 Menschen war der Rausch tödlich.
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tags: Drogen, Europäische Union, Internet
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