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Nach dem blutigen Taliban-Angriff auf eines ihrer Gästehauser zieht die UNO ausländische Mitarbeiter aus Kabul ab. Rund 600 Beschäftigte sollen die afghanische Hauptstadt für einige Wochen verlassen, nur wenige werden innerhalb Afghanistans versetzt. Bei dem Anschlag waren in der vergangenen Woche fünf UNO-Beamte und zwei afghanische Polizisten getötet worden. In dem Land arbeiten 5000 Menschen für die Vereinten Nationen, darunter sind rund 1100 Ausländer.
“Wir haben eine klare Nachricht: Wir setzen unsere Arbeit in Afghanistan fort!”, stellte der norwegische UN-Sondergesandte Kai Eide klar. Die Sicherheitslage habe sich verschlechtert, deshalb habe die UNO die Sicherheitsmaßnahmen bereits schrittweise verschärft, nun müsse noch mehr getan werden. Mitarbeiter vorübergehend außer Landes zu bringen sei ein verantwortungsvoller Weg, diese würden wiederkommen und dann ihre Arbeit fortsetzen.
Unterdessen berichteten britische Medien, der vermeintliche Polizist, der am Dienstag in Helmand fünf britische Soldaten erschossen hatte, sei von den Taliban als Held gefeiert worden. In der südlichen Unruheprovinz wurden gestern bei einem NATO-Luftangriff neun Menschen getötet, laut Augenzeugen allesamt Zivilisten. Die NATO und das afghanische Innenministerium kündigten eine Untersuchung an.
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tags: Afghanistan, Sicherheit, Vereinte Nationen
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