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Somalische Piraten drohen, drei Mitglieder der Mannschaft eines spanischen Fischertrawlers zu töten. Die insgesamt 36 Seeleute befinden sich seit mehr als einem Monat in der Hand der Seeräuber.
Die Piraten versuchen mit der Drohung nun ihre zwei Forderungen zu unterstreichen: Sie verlangen rund 3 Millionen Euro Lösegeld für die Crew – und sie wollen zwei Komplizen freibekommen, die noch während der Entführung von Soldaten der spanischen Marine festgesetzt worden waren – und die nun in Madrid ihren Prozess abwarten.
In einem Anruf beschreibt der Kapitän die Situation: Die Piraten würden die 3 Seeleute töten, wenn in zwei Tagen nicht klar sei, wann die beiden gefangenen Seeräuber frei kommen. Anschließend würden sie drei weitere herauspicken und diese wiederum zwei Tage später töten. Die spanische Regierung kritisiert der Kapitän scharf: Offenbar seien ihr zwei gefangene Piraten wichtiger als das Leben von 36 Seeleuten.
Für die angesprochene Regierung eine schwierige Situation. Verteidigungsministerin Carme Chacon versucht, die harte Linie zu verteidigen: “Natürlich verstehen wir die Sorgen der Angehörigen der Seeleute. Aber es ist völlig klar, dass die Piraten nicht nur die Entführung an sich, sondern auch die Angst der Familien benutzen, um ihre kriminellen Ziele zu erreichen.”
In den Häfen der spanischen Antlantikküste, wo die Entführten herkommen, verlangen Demonstranten, dass die festgenommenen Piraten freigelassen werden und die Marine nicht versucht, die Entführten zu befreien.
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