ddp, 2009/10/14 14:16
München (ddp-bay). Die Erzdiözese München und Freising distanziert sich von dem diesjährigen «Gebetszug 1000 Kreuze für das Leben» durch die Münchner Innenstadt. Wie das erzbischöfliche Ordinariat am Mittwoch mitteilte, soll der Zug am Samstag in einer Woche (24. Oktober) stattfinden. Nach Informationen der Erzdiözese planen rechtsextreme Gruppierungen wie bereits im vergangenen Jahr, die Veranstaltung «zu unterwandern» und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Aus diesem Grund ist den Teilnehmern der Veranstaltung die Nutzung des Kirchenraums der Pfarrei St. Paul und anderer Kirchenräume nicht gestattet, teilte das Ordinariat weiter mit. Entgegen anders lautender Ankündigungen des Veranstalters «Euro Pro Life» werde es deshalb weder eine Heilige Messe noch ein Rosenkranzgebet in St. Paul geben.
Der Seelsorgereferent der Erzdiözese, Josef Obermaier, argumentierte: «Das grundsätzliche Anliegen der Aktion ´Euro Pro Life´, nämlich den Schutz des ungeborenen Lebens, teilen wir als gläubige Katholiken selbstverständlich. Wir lassen uns aber nicht von Neonazis vor den Karren spannen.»
(ddp)
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